Wie Du als Scannerpersönlichkeit leichter lebst

Als Scannerpersönlichkeit leichter leben
Foto: William Garratt auf Tenor.com

Du fühlst Dich als Scannerpersönlichkeit oder Generalist:in falsch oder unter Druck? Dann lass uns in diesem Mini-Selbstcoaching herausfinden, wie Du leichter leben kannst.

Du profitierst am meisten davon, wenn Du zwischendurch kurze Pausen machst und Deine Gedanken aufschreibst.

 

 

Sicherlich kennst Du Situationen, in Denen Du lieber einen Spezialisten oder eine Meister:in aufsuchst. Gleichzeitig weißt Du manchmal die Dienste eines universellen Handwerkers zu schätzen, der einfach mal alle Kleinreparaturen ordentlich erledigt. Bestimmt fällt Dir dazu das eine oder andere Beispiel selber ein.

 

Ich erlebe immer wieder Generalist:innen, die glauben, dass die (Arbeits-)Welt ausschließlich Spezialisten sucht. Aus verschiedenen Gründen fühlen sich diese Menschen fehl am Platze, „nicht richtig“ oder „nicht gut genug“. Manchmal gibt es auch Klient:innen, die vor lauter neuen Impulsen nicht zur Ruhe kommen und sich getrieben fühlen.

 

Und wahrscheinlich wärst Du nicht hier, wenn Du völlig okay wärst mit Deiner Scannereigenschaft.

 

Diese Glaubenssätze oder die Unruhe anzuschauen ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit. Um sich die Gedanken anzuschauen und umzuformen oder als unbrauchbar gehen zu lassen ist, wie wir vom Modell des Gehirnaufzugs wissen, ein klarer Kopf nötig. Wenn wir in Anspannung oder auch Euphorie diesen klaren Kopf "verlieren", lässt unsere rationale Urteilskraft nach. Das kennst Du, wenn Du entweder mal rot vor Wut gesehen hast oder auch die rosarote Brille aufgesetzt hast.

 

Was Dir, wie in vielen anderen Fällen helfen kann, auch , ist zunächst eine Entspannung bis Du wieder klar denken kannst.

 

Und dann kommt ein weiterer wichtiger Teil meiner Arbeit, das Bewusstheitstraining: Was mache ich hier gerade und warum?

 

Frag Dich also konkret folgende Fragen:

  • Warum bin ich so gerne Scanner?

  • Bedeutet das für mich eine freudige Lebendigkeit oder fühle ich mich sonst schnell gelangweilt oder gar getrieben?

  • Bereichern mich die unterschiedlichen Themen, sind Sie Facetten eines größeren Mosaiks, oder verliere ich mich vom Hundertsten ins Tausendste?

  • Wann weißt Du, dass Du von dem einen Thema genug hast?

 

Manchmal habe ich schon von Leuten gehört, die sich in bestimmten Situationen wie vor einem großen Süßigkeitenregal sehen und sich am liebsten alle Taschen vollstopfen möchten.

 

Welche Gründe fallen Dir ein, warum ein solcher Impuls entstehen könnte? Halte mal kurz inne und sammle am besten schriftlich ein paar Ideen.

 

Kennst Du FOMO: Die Angst etwas zu verpassen? Scanner-Persönlichkeiten sind aus meiner Erfahrung davon häufiger betroffen. Leider werden wir durch soziale Medien immer perfider dazu trainiert uns im Strom der Angebote zu verlieren und FOMO oder gar Suchtverhalten zu entwickeln. Es ist gar die Rede von Aufmerksamkeitsökonomie und Aufmerksamkeitsspannen.

 

Wenn Du also merkst, dass Du selber Schwierigkeiten mit Deiner Neu-Gier, Deinem Scannen oder mit Deinem Job hast, kann Dir in der Arbeit mit mir der sokratische Dialog helfen, der Gedanken rational betrachtet:

 

  • Sind Deine Gedanken und Schlussfolgerungen logisch?
  • Sind sie für Dich hilfreich?
  • Und wenn nicht, was wären logische oder hilfreichere Gedanken?

 

Du kannst Dich auch vollständig auf die Meta-Ebene begeben, die sogenannte Vogelperspektive, und lernen, Dir auszusuchen, welche Gedanken Du überhaupt weiter betrachten möchtest.

 

Im weiteren Schritt lernst Du vielleicht, dass das umfangreiche Angebot wesentlich aus einigen Grundzutaten besteht und sich in z.B. Geschmack, Farbe oder Textur unterscheidet, die letztlich die großen Unterschiede machen. Du kannst die Balance finden aus „solidem Fundament“ und dem leichten, lebendigen „Aufbau“.

 

Weiter lernst Du im Bewusstheitstraining einige Gänge runterzuschalten, bis in die Zeitlupe oder das vorübergehende Innehalten. Wenn Du merkst, dass Du gut mit Dir und ohne neue Reize sein kannst, wirst Du freier und selbstbestimmter.

 

Falls Du Dich in der Ruhe unwohl fühlst, ist es wichtig zuerst die Quelle der Unruhe anzugehen:

  • Kommt Langeweile auf?
  • Ist Langeweile etwas Schlimmes?
  • Bist Du ihr wie ausgeliefert?
  • Steigt in Dir Angst auf, dass das umfangreiche Angebot oder Deine Fähigkeit es zu nutzen irgendwann ein Ende haben könnte?
  • Wie frei bist Du, zu einem Angebot wirklich auch mal „Nein“ zu sagen?
  • Wieviel Zeit nimmst Du Dir, Deinen Impuls auszuhalten und zu überprüfen wofür Dir dieses neue Angebot nützlich sein könnte?
  • Wann überschreitest Du die Grenze von Fülle und Genuss und Lebendigkeit zu Überfluss, „Binge“-Verhalten und Getriebenheit?

 

Als eine Variante kannst Du lernen, in Deinem Job oder in Deiner Firma ungeahnte Möglichkeiten zu entdecken. Manchmal gibt es unterschiedliche Aufstiegswege: Fachkarriere oder Management.

  • Welche beständigen, einfachen Grundzutaten brauchst Du zum Überleben und welches sind die Dinge, die Dich innerlich zum Leuchten, Funkeln, Fliegen, Singen oder Tanzen bringen?
  • Wo bist Du als Schweizer Messer an der richtigen Stelle und welche Deiner „Funktionen“ möchtest Du vielleicht verfeinern oder vergrößern?
  • Welcher andere Job wäre für Dich vielleicht besser?
  • Wie wäre es, wenn Du als (Fach-)Journalist:in immer wieder neue Themen aufbereitest, in die Du Dich schnell einarbeitest, um einen guten Artikel zu schreiben?
  • Welche Bereicherungen findest Du vielleicht besser in Deiner Freizeit?

 

Du musst nicht gleich wie Elon Musk sein, der wesentlich zum Aufstieg einiger größerer Unternehmungen, zum Teil parallel, beigetragen hat (Paypal, Tesla, SpaceX, Spacelink, Neuralink, etc...).

 

Für mich nicht erstrebenswert ist gegenseitige Abwertung. Einerseits werden Spezialisten als „Fachidioten“ bezeichnet, andererseits werden Menschen, die irgend eine Tätigkeit nicht professionell oder meisterhaft ausüben, manchmal als Dilettant:in bezeichnet - leider auch mit einem ziemlich abwertenden Unterton. Dabei ist der Begriff sprachlich gesehen identisch zum „Amateur“ – dem Liebhaber.

 

Und was kann Dir Schöneres passieren, als Deine Tätigkeit "lieb zu haben"? Sie vielleicht mit Lust oder gar Leidenschaft zu machen? Und damit auch noch Geld zu verdienen?

 

Bei Wikipedia gibt es übrigens eine lange Liste berühmter Dilettanten. Aus wahrscheinlich historisch-kulturellen Gründen fast nur Männer. Heutzutage finden sich sicherlich auch viele weibliche Rollenmodelle.

 

Lass uns herausfinden, wie Du mit Deiner Scannereigenschaft froh und glücklich wirst! Es gibt in meiner Arbeit immer wieder erstaunte Ausrufe über ungeahnte Perspektivwechsel. Meld Dich gern bei mir für ein kostenloses Erstgespräch und wir finden zusammen heraus, wie ich Dich auf Deinem Weg unterstützen kann.

 

Herzlichst

 

Dein Angstlotse Mario Hauff - Tel: 015238245200

kontakt@angstlotse.de